Drei Schritte aus der Wut

Wut? Trauer? Verzweiflung? Genervt?

Du liebst dein Kind und du willst es liebevoll und friedvoll begleiten. Du weißt, wie wichtig Bedürfnisse sind.

Und doch: Es gibt einfach immer wieder Phasen, in denen es in dir brodelt. Wenn du wissen willst, wie du in drei Schritten mit diesen Emotionen gut umgehen kannst, dann les gleich weiter…

In drei Schritten raus aus deiner Wut

Gefühlsalarm – was nun?

Du kennst das sicher auch – du hast einfach keine Lust mehr auf das Gejammer und Gemecker deines Kindes. Du möchtest liebevoll und friedvoll sein und gleichzeitig einfach nur, dass dein Kind mal das tut, was du sagst.

Du möchtest deine Macht nicht ausspielen oder missbrauchen, aber ein bisschen Verständnis und Anerkennung wünscht du dir trotzdem. Du bist wütend, willst weinen, schreien oder vielleicht auch weglaufen. Der Gedanke an friedvolle Elternschaft oder bedürfnisorientierte Erziehung bringt dich an den Rand der Verzweiflung. Es macht dir ein schlechtes Gewissen, weil du dein Kind bestrafen willst oder einfach nur möchtest, dass es gehorcht.

Diese Gedanken sind ganz normal. Ich kenne sie auch. Weißt du, wo sie herkommen?

Es liegt daran, dass dein Fass leer ist.

Du suchst Veränderung, Bestätigung, Beruhigung, Anerkennung. Und zwar bei deinem Kind. Doch dein Kind kann dir das nicht geben, es liegt nicht in seiner Verantwortung.

Die Verantwortung liegt in dir. Nur du allein kannst für dich sorgen.

Es ist also an der Zeit zu schauen, was du brauchst. Wie du dein leeres Fass wiederauffüllen kannst.

Was ich dir zuerst mitgeben möchte:

Du bist damit nicht allein. Jede Mama hat diese Gedanken, Gefühle oder Erkenntnisse. Wir sind schließlich keine Maschinen, sondern Menschen.

Menschen, die im Leben ihre Höhen und Tiefen durchleben. Unser Leben ist wie ein Herzschlag: es geht auf und ab. Das macht das Leben ja auch so spannend und lebenswert und gleichzeitig so anstrengend. Das ist auch als Mutter noch so.

Wir sind keine Maschinen. Wir dürfen müde sein, erschöpft sein, weil wir uns vergessen haben. Weil wir wieder alles für die Kinder, den Partner, das Umfeld gegeben haben.

In diesem Artikel möchte ich dir Mut zu sprechen und dir eine Möglichkeit aufzeigen, wie du für dich sorgen kannst. Was du tun kannst, wenn du dich im Strudel gefangen fühlst.

Du hast jetzt zwei Möglichkeiten:

Bei der ersten Variante lässt du dich von deiner Wut, deiner Traurigkeit oder Verzweiflung überrollen, gibst dich deiner Opferrolle den gesamten Tag hin und schimpfst am Ende über diesen schlechten Tag. Oder du wählst die zweite Möglichkeit und findest deinen Weg aus deinem Labyrinth heraus. Wie das geht, zeige ich dir jetzt anhand von drei alltagstauglichen Schritten.

Der erste Schritt: Das Annehmen

Wenn du dich in einer Situation wiederfindest, in der du einfach nur schreien möchtest oder weglaufen oder dich am liebsten irgendwo vergraben möchtest, dann ist der 1. Schritt zur Veränderung die Anerkennung und das Annehmen dessen was ist.

Es ist ok zu weinen.

Es ist ok traurig zu sein.

Es ist ok sich weg zu wünschen.

Es ist ok verzweifelt zu sein.

Du musst nicht ständig funktionieren.

Es bringt dich auch nicht weiter, dich mit einem schlechten Gewissen zu beladen. Dich selbst zu zermartern und zu sagen „ich weiß wie es anders geht, aber ich schaffe es nicht.“

Dann ist es in diesem Moment genauso. Nimm es an.

Die negativen Gefühle gehören zu unserem Leben genauso dazu wie die positive.

Wir haben nur oftmals als Kinder gelernt, dass diese nicht in Ordnung sind und gelernt sie zu unterdrücken oder zu unterbinden.

Du und ich haben gelernt fröhlich für die anderen zu sein, wenn wir traurig waren. Wir haben gelernt zu Lächeln, obwohl wir wütend waren. Wir haben gelernt unsere Bedürfnisse zu unterdrücken, wann immer es notwendig war.

Doch genau diese Unterdrückung macht das Ganze so schwierig. Ein nicht gesehenes Gefühl ist wie ein Topf voller Wasser auf dem Herd. Zu Beginn ist es noch ruhig und still, aber je wärmer und heißer es wird, umso größer werden die Blasen und die Geräusche. Bis das Wasser zum Schluss den Deckel anhebt und das Wasser herausspritzt.

Das Gleiche passiert mit deinen Gefühlen. Du versuchst sie zu unterdrücken und doch finden sie ihren Weg hinaus und am Ende schreist du dein Kind an und schämst dich danach dafür.

Der wichtigste Schritt in diesem Moment: Wahrzunehmen und anzuerkennen was ist. Dir selbst zu sagen: Ich bin wütend. Ohne Begründung oder Rechtfertigung. Einfach das was da ist.

Zu spüren, wie sich die Wut oder Trauer oder Verzweiflung – je nachdem was gerade da ist, anfühlt. Kannst du sie in deinem Bauch spüren? Oder in deinem Herzen? Ist es Wärme, Hitze oder ein Kribbeln? Nimm es wahr.

Spüre es, ohne dich davon mitreißen zu lassen.

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Der zweite Schritt: Das Loslassen

 

Gefühle sind dabei wie kleine Kinder. Wenn dein Kind oben auf der Rutsche steht und ruft: „Mama, Mama, schau mal.“, dann möchte es einfach von dir gesehen werden. Es braucht kein „Das machst du aber großartig.“, sondern es ist glücklich und zufrieden mit einem „Ich sehe dich.“Das Loslassen

Wenn sich deine Gefühle gesehen fühlen, ist es auch leichter sie loszulassen.

Genauso verhält es sich mit deinen Gefühlen.

Der zweite Schritt aus deinem Gefühlschaos hinaus ist es nun, nach dem Wahrnehmen und Anerkennen, das Gefühl mit Dankbarkeit zu verabschieden und loszulassen. Du willst ja aus dem Strudel heraus und dich nicht den gesamten Tag in deinem schlechten Gefühl suhlen.

Stell dich für diesen zweiten Schritt aufrecht hin und spür den Boden unter deinen Füßen.

Dann ballst du deine beiden Hände zu Fäusten und gibst all deine Wut, deine Trauer, deine Ängste oder Sorgen hinein. 

 

Spür wie sich all diese Energie in deinen Händen zentriert.

Wenn du soweit bist, sprich laut: „Ich gebe all meine Wut in meine Hände hinein. Ich sehe dich Wut. Ich kann dich fühlen und danke dir, dass du mir ein Zeichen sendest. Ich werde mich jetzt um mich kümmern. Ich entlasse dich mit Dankbarkeit und Wohlwollen.“ Dann öffnest du deine Hände und lässt deine Wut gehen.

Wenn du magst, stell dir vor, wie deine Wut aus ganz vielen kleinen Glitzerpartikeln besteht und diese sich in der Luft verteilen und aus dem Fenster fliegen.

 

Der dritte Schritt: Die Wandlung

Das Wichtige kommt zum Schluss.

Die Energie, die du jetzt freigesetzt hast, kannst du in etwas positives verwandeln.

Stell dir vor, du hast in deinem Herzen einen kleinen Magneten. Mit diesem Magneten ziehst du goldene Energie, die sich zwischen den Glitzerpartikeln versteckt zu dir zurück. Dadurch erhältst du deine Energie zurück und bist gelassener, entspannter und kraftvoller.

Du kannst dir im Anschluss auch selbst eine Umarmung schenken oder wenn dein Kind dies mag, mit ihm kuscheln.

Wenn es dir hilft, fang an zu tanzen.

Wenn es dir hilft, fang an zu singen.

Wenn es dir hilft, fang an zu malen.

Wenn es dir hilft, kuschel mit deinem Kind.

Wenn es dir hilft, räum irgendwas auf.

Wenn es dir hilft, sag dir Affirmationen oder Mantren auf.

Wenn es dir hilft, mach laute Musik an.

Wenn es dir hilft, such der Dinge, die dir helfen wieder in eine gute Schwingung zu kommen.

Je öfter du diese Übung praktizierst, umso schneller wird es dir gelingen aus dem Strudel und Gefühlschaos heraus zu kommen.

Denn je öfter dein Gehirn sich mit positiver Energie und freudvollen Gedanken beschäftigt, umso mehr veränderst du die Gewohnheiten und Strukturen in deinem Kopf.

Es wird dir leichter gelingen, die Dinge anzunehmen wie sie sind und mit negativen Gefühlen umzugehen. Denn natürlich wird es weiterhin Situationen voller Wut, Traurigkeit, Verzweiflung, Erschöpfung oder Unzufriedenheit geben. So ist das Leben.

Entscheidend ist, wie du damit umgehst. Denk daran: Du hast immer und jederzeit die Wahl.

Schenk dir selbst die Aufmerksamkeit und Liebe, die du benötigst.

Kein anderer Mensch kann fühlen, was du brauchst und es liegt auch nicht in seiner Verantwortung.

Du wirst merken, je öfter du es praktizierst, umso mehr wirst du dich verändern und dein Umfeld wird die positiven Veränderungen spüren.

Wenn du jetzt denkst, dass hört sich alles gut an, aber ich weiß nicht, wie ich das allein umsetzen soll. Dann komm in meine Facebook Gruppe Glückskäfermamas und hol dir dort weitere Inspirationen und Impulse durch den Austausch oder meine Facebook Lives.

Herzliche Glückskäfergrüße

PS: Denk daran: Mama Alltag leicht gemacht – du hast die Wahl! Sei kreativ.

PPS: Was wäre, wenn es ab jetzt leichter für dich ginge?

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Zwei Herzen in meiner Brust

Heute habe ich einen sehr persönlichen Artikel geschrieben. Es kostete mich etwas Überwindung, aber es war mir ein Anliegen dies zu schreiben.

Zwei Herzen

Manchmal habe ich das Gefühl, dass viele Herzen in meiner Brust schlagen. Eins für mich, eins für die Kinder, eins für meinen Partner, für meine Familie, meine Freunde, Kollegen…. das ließe sich unendlich fortführen. Doch an manchen Tagen habe ich zwei sehr starke Ausprägungen – ich empfinde es als ZWEI HERZEN, die in meiner Brust schlagen.

EINS schlägt ganz selbstverständlich für meine KINDER.

EINS schlägt für meine ganz persönliche FREIHEIT. Meine Unabhängigkeit. Der Wunsch Neues zu erleben, die Welt zu entdecken und auf Reisen viele tolle Menschen kennen zu lernen, ist ziemlich mächtig.

Quelle: Ylanite Koppens/pexels.com

Und dann denke ich, wie kann das überhaupt zusammen passen? Widerspricht sich das nicht? Wie kann ich mit Kindern frei sein? Wie kann ich mich unabhängig fühlen von der ganzen Verantwortung, die Kinder mit sich bringen? Ich MUSS doch zuhause sein. Ich MUSS doch immer für meine Kinder verfügbar sein und ihnen meine Liebe schenken.

An manchen Tagen bin ich darüber schon schier verzweifelt. War unzufrieden. Habe mit meinen Kindern, meinem Partner geschimpft. Über die Umstände, über die fehlende Wertschätzung, über die Ungerechtigkeit, die Unzufriedenheit. Ich war neidisch auf meine kinderlosen Freunde, die die Welt entdecken konnten oder eine teurere Anschaffung machen konnten. Ich habe mich sehr benachteiligt gefühlt. Das war es dann mit ‚Liebe schenken‘. Wie ein Kreislauf wurde es dann nur schlimmer.

Meine Entscheidung

Doch es steckte nur in mir. Es war und ist MEIN innerer Antrieb, MEIN Freiheitsdrang. Meine Kinder und auch mein Partner oder mein Job oder das Wetter sind nicht dafür verantwortlich wie ich mich fühle oder wie ich mit meinem Wunsch nach Selbstverwirklichung umgehe.

Marshall Rosenberg hat darüber schon sehr viele interessante und aufschlussreiche Gedanken im Rahmen der gewaltfreien Kommunikation verfasst.

Niemand tut etwas gegen dich, sondern immer nur für sich.

M. Rosenberg

Ich kann mich immer entscheiden. Wie ich mein Leben leben will und vor allem: Wie ich darüber DENKE. Denn nur weil ich denke: „Das Leben ist ungerecht und alle sind gegen mich“, stimmt das noch lange nicht. Ich erschaffe es mir selbst.

Ich habe einige Zeit gebraucht, das zu verstehen und damit umzugehen. Und ja, manchmal hadere ich immer noch. Und schimpfe über die Welt und wie ungerecht doch alles ist. Doch ich weiß mittlerweile zum Glück wie ich da wieder heraus kommen kann. Und meine Zeit nicht mehr ewig verschwende.

Quelle: Pixabay/pexels.com

Meine Bedürfnisse

Es sind unerfüllte Bedürfnisse, die in mir brodeln und nicht beachtet worden sind. Ich alleine bin in der Verantwortung mir diese zu erfüllen. Sie anzunehmen und anzuschauen. Zu überlegen, wie ich sie mir erfüllen kann. Und ich denke, damit bin ich nicht alleine.

Wie oft höre ich: „Mein Partner nimmt mich nicht ernst.“, „Ich muss alles alleine machen.“, „Meine Kinder hören mir nicht zu.“, „Ich schaffe das alles nicht.“, „Ich bin der Diener für alle im Haus.“, „Nie habe ich Zeit für mich.“, „Ich will unabhängig sein. Es wird mir alles zuviel.“

Das sind alles Anzeichen, dass ein Bedürfnis nicht erfüllt ist. Und ich glaube, es ist vor allem die Wertschätzung und Selbstbestimmung, die fehlt. Und besonders im Familienalltag, wo Mütter die tragende Rolle einnehmen und sich fast immer ganz hinten einordnen, fallen diese Punkte weg.

Entscheidend ist, welche Geschichten ich mir selbst erzähle. Wie möchte ich mein Leben leben? Ich habe immer die Wahl.

Die gute Zeit fällt nicht vom Himmel, sondern wir schaffen sie selbst, sie liegt in unserem Herzen.

Fjodor M. Dostojewski

Ich – Du – Wir sind in der Eigenverantwortung uns um die Erfüllung dieser Bedürfnisse zu kümmern. Dann lassen sich auch zwei in sehr verschiedene Richtungen schlagende Herzen wunderbar miteinander kombinieren.

So gelingt es mir, wenn ich mir meine 5 Minuten Auszeit nehme, dort gedanklich auf Reisen zu gehen. An meinen ganz persönlichen Wohlfühlort, wo ich unabhängig und frei bin. Mal unterstützt mit guter Musik, mal ohne. Mal mithilfe von Meditation, mal ohne. Dort kann ich alles ausleben wie ich es will und niemand hindert mich. Die Visualisierung ist so stark, als würde ich wirklich dort sein. Es ist ähnlich der Vorfreude. Die Freude im Vorfeld, wenn ich weiß, ich fahre an einen wunderschönen Ort in Urlaub. Dann bin ich vorher auch schon gedanklich dort.

Diese 5 Minuten schenken mir mehr Kraft als wenn ich mich nur über „die ungerechte Welt“ ärgere. Wenn ich mich bewusst dafür entscheide.

Wie geht es dir? Hast auch du manchmal das Gefühl, dass sich deine Herzen nicht miteinander kombinieren lassen? Fühlst du dich auch manchmal allein und wärst gern unabhängig? Hinterlass mir gern einen Kommentar. Ich bin auf deine Ansichten gespannt.

Alles Liebe, Claudia

Quelle: pixabay/pexels.com

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