Gerechte Verteilung von Auszeiten im Familienalltag?

Geht das?

Hast du manchmal das Gefühl, dass du viel mehr leistest im Bereich Erziehung und Haushalt als dein Mann und er dennoch mehr Zeit für sich hat?

Aufgrund des Equal Care Days am 01.03.2021 gehe ich genau diesem Thema auf die Spur.

In dieser Folge geht es um:

Die Verteilung der Auszeiten und Pausen von dir und deinem Partner im Hinblick auf den Equal Care Day am 01.03.2021.

Was ist Equal Care?

Seit 2016 veranstalten die Initiatoren von klische*esc e.V.  den Equal Care Day um auf das Ungleichgewicht in der Care Arbeit in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen.

Dabei betrifft Equal Care alle Bereiche des täglichen Lebens, egal ob das die Arbeit innerhalb der Familie oder die Fürsorge und Pflege von Alten, Kranken oder Menschen mit Behinderung im Privatem, Ehrenamt oder Beruf ist.

Care Arbeit wird bis heute zu 80% von Frauen übernommen und ist oftmals einer überwiegend unsichtbare Arbeit. Frauen wird dabei oftmals unterstellt, dass sie diese Fürsorge ja in „die Wiege gelegt“ bekommen haben.

Die Initiative fordert eine faire Bezahlung professioneller Pflegearbeit und eine gerechtere Verteilung der privaten Care Arbeit.

Welche Auswirkungen hat Care Arbeit auf deinen Mama Alltag?

Einen enormen.

In den allermeisten Fällen übernimmt eine Mutter – ich würde fast sagen automatisch – mit der Geburt ihres Kindes all die fürsorgenden Tätigkeiten. Da sie oftmals diejenige ist, welche zuhause bleibt, wird sie unbewusst in alte Rollenmuster gedrängt, die sie im Vorfeld vielleicht gar nicht so inne hatte.

Und dazu zählen nicht nur die Betreuung und Begleitung eines Kindes, eines jungen Menschens in sein Leben, sondern auch alle damit verbundenen Tätigkeiten des täglichen Lebens.

Aus einer Frau wird dann eine Köchin, Reinigungsfachkraft, Erzieherin, Lehrerin, Seelsorgerin, Streitschlichterin, Chauffeurin, Sängerin, Entertainerin und Managerin.

Oftmals erliegen Mütter einem sogenannten Mental Load – eine Überforderung durch all die Verantwortung für alle anfallenden Aufgaben und die Erledigung solcher.

Wie beeinflusst es deine Auszeiten und Pausen?

Unter dem eben genanntem Aspekt des Mental Loads und der Verantwortung für all die anfallenden und zu erledigenen Aufgaben eines Familienhaushaltes, bleibt oftmals wenig Zeit für die eigenen Bedürfnisse und Wünsche.

Wie oft hast du vielleicht schon mal gedacht: „Ach, ich hätte so gern mal wieder Zeit für mich!“, „Einfach mal keine Verantwortung tragen“, „Kann das bitte mal jemand anderes entscheiden?“, „Ich muss noch xy machen und darf xyz nicht vergessen“.

Und in Situationen, in denen du tatsächlich einmal Zeit für dich hast, fällt es dir schwer abzuschalten und das Gedankenkreisen zu unterbrechen.

Ich mag dich in dieser Episode einmal anregen, dich zu fragen: „Haben wir eine gerechte Verteilung von Auszeiten in unserem Familienalltag? Gebe ich Verantwortungen auch mal komplett ab? Bin ich mit dem Ist-Zustand so wie er ist, zufrieden?“

Haben Väter mehr Auszeiten oder gleichviel zu schultern?

Ganz klar: Väter leisten großartige Arbeit.

Sie gehen ihrem Beruf nach und sorgen dafür, dass die Familie genug Geld verdient, damit sie alles hat, was sie benötigt. Die allermeisten von ihnen sind in ihrer Freizeit auch gerne und viel mit ihren Kindern unterwegs.

Doch wenn wir genau hinschauen – wie viele von ihnen übernehmen klare Verantwortung für Care Arbeit?

Gelingt es ihnen leichter, Zeit für sich selbst einzufordern und auch einzuhalten?

Meiner Meinung nach ja.

Mütter haben viel schneller ein schlechtes Gewissen, sind oftmals harmoniebedürftiger und verzichten daraufhin auf Zeit für sich selbst.

Eine gerechte Verteilung von Auszeiten ist also nur in einem kleinen Prozentsatz der Familien in unserer Gesellschaft der Fall.

Wie kann also eine gerechte Verteilung von Auszeiten und Care Arbeit im Familienalltag gelingen?

Was also kannst du tun, solltest du bei den oben gestellten Fragen eine ernüchternde Antwort gefunden haben? Was kannst du machen, damit du mehr Zeit für dich selbst findest um deinen eigenen Akku aufzuladen?

Ganz klar: Komm ins Gespräch.

Doch vorher werde dir selbst klar, was gefällt dir persönlich an der Situation nicht? Was möchtest du ändern? Was kannst du auch wirklich abgeben ohne ständig nachzufragen oder zu kritisieren?

Und dann, erst dann, kannst du ins Gespräch mit deinem Partner gehen. Einander zuhören, die Dinge aus dem Herzen lassen und dann gemeinsam neue Strategien und Lösungen finden.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du nach dieser Episode einen leichteren Weg für dich und deine Familie findest. Damit auch du glücklich und zufrieden in deinem Mama Alltag leben kannst.

Für mehr Infos, Impulse und Austausch schau doch gern mal auf meiner Instagram Seite vorbei.

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Shownotes:

 

Hier findest du mehr über die Veranstalter des Equal Care days:

www.equalcareday.de

 

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31.07.2019 claudiapadberg energierakete9 1