Mama Pause. Was ist das?

wie bitte? Eine Mama braucht auch mal eine Pause? Ich dachte, du schüttelst das einfach so aus deinem Ärmel und dann natürlich noch alles voller Leichtigkeit oder?

Ne, Spaß beiseite. Natürlich brauchst du als Mama eine Pause. Doch wie soll das in deinem Alltag funktionieren? Wie viel mehr To Do soll noch auf deine Liste? Dein Tag ist doch eh schon so voll gepackt oder? Ist Selbstfürsorge und einen Raum für sich selbst einnehmen ein To Do oder eher ein To Be?

Lass uns gemeinsam schauen, wie du dir einen Raum zum Innehalten schaffst, an dem du dich wohl fühlst und deine Energieressourcen aufladen kannst. Deine Mama Pause eben. Wenn du es dir lieber anhören, statt lesen willst, kannst du das hier auch gern tun.

Brauchst du als Mama eine Pause?

Ganz ehrlich: ich möchte dich viel lieber fragen, wieso solltest du als Mama keine Pause brauchen? Wieso gehen wir davon aus, dass eine Mutter alles erledigt, alles im Kopf hat, immer empathisch reagiert und natürlich auch immer gut drauf ist? Wieso gehen wir bei Vätern nicht davon aus?

„Ich liebe meine Kinder und gleichzeitig bin ich auch ganz froh, mal ein paar Minuten alleine zu sein oder etwas anderes zu unternehmen.“ [Glücksclaudi]

Kennst du das Gefühl? Würdest du diese Aussage bestätigen? Oder fühlst du dich schlecht, wenn du dir Zeit für dich alleine wünscht? Hast du dann den Eindruck, du wärst keine gute Mutter?

Jahrelang habe ich mich genauso gefühlt. Ich, als Mutter, muss doch 24/7 für mein Kind da sein. Immerhin bin ich doch die Bezugsperson Nr.1. Wie kann ich mir dann also wünschen, auch Dinge ohne es zu machen? Liebe ich mein Kind dann nicht genug?

Wieso müssen Mütter sich erklären, wenn sie etwas Zeit für sich nehmen möchten? Wieso wird in Frage gestellt, dass Mütter ihre Kinder dann nicht mehr lieben?

Es ist ein abstruses Bild von Mutterschaft die in jedem Kopf dieser Gesellschaft herumschwirrt, die es so schwer machen. Und genau aus diesem Grund gönnst du dir sehr wahrscheinlich nur in den seltensten Fällen eine Pause. Und wenn, dann sehr wahrscheinlich mit einem schlechten Gewissen.

Eins möchte ich dir gleich zu Beginn sagen: Du darfst und du MUSST eine Pause machen. Auch und im Besonderen, weil du eine Mama bist.

Wenn ich dich jetzt frage, wann hast du das letzte Mal eine Pause in deinem Mama Alltag gemacht oder brauchst du als Mama eine Pause – was sind deine Gedanken? Was ist deine Antwort? Vielleicht eine der folgenden Aussagen?

 

Typische „Ich kann das doch nicht machen“ Gedanken

  •  „Ich habe keine Zeit für eine Pause“
  • „Wenn ich eine Pause mache, denke ich nur an all das, was ich noch zu tun habe“
  • „Ich weiß nicht, wann ich noch eine Pause machen soll“
  • „Ich arbeite viel, da muss ich doch die restliche Zeit mit meiner Familie verbringen.“
  • „Ich fahre doch schon alleine Einkaufen..“
  • „Der Haushalt macht sich doch auch nicht von alleine..“
  • „Meine Kinder brauchen mich“

Was spricht aus all diesen Aussagen? Eine unbewusste Angst, nicht wertvoll zu sein, wenn du eine Mama Pause machst oder dich für ein paar Minuten zurücklehnst. Der Druck im Außen, der Mental Load ist so groß, dass du nicht weißt, wann du eine Pause machen kannst, darfst oder sollst. Wie kannst du also mit dieser „Die Last der Verantwortung“ (Folge 43) umgehen? In der Folge 43 spreche ich darüber.

Doch wie erkennst du nun, ob du eine Mama Pause brauchst?

5 anzeichen, dass du eine mama pause brauchst

5 Anzeichen, dass du eine Mama Pause brauchst

Tatsächlich gibt es ziemlich viele Anzeichen, dass du eine Pause in deinem Mama Alltag vom Mama Alltag brauchst. Und ich bin überzeugt davon, dass du vieles davon intuitiv weißt. Der Einfachheit habe ich für dich jetzt die 5 wichtigsten Anzeichen für eine Mama Pause zusammengefasst:

1. Du bist ständig gereizt oder schimpfst viel

Jede Mama kennt das: Du hast es dir so fest vorgenommen, nicht zu schimpfen und tust es doch. Vielleicht strafst du dich im Anschluss dafür und hältst dich für die schlechteste Mutter der Welt?

Ganz ehrlich: Ich habe etwas gegen diesen Mythos „So einfach bist du schimpffrei“, denn unser Leben besteht nicht nur aus Harmonie und Gelassenheit. Nein, auch du darfst deinen Zorn oder deine Wut ausdrücken, denn nur so lernt dein Kind, dass alle Emotionen zum Leben gehören. Der wichtige Unterschied ist hierbei jedoch, dass du während deine Wut nicht an jemanden auslässt, nicht verurteilst oder angreifst. 

Schimpfen an sich ist also kein Anzeichen, die Summe von Wut, Aggressionen oder Meckern sowie die Bewertung und Beurteilung jedoch schon.

Betrachten wir die Situation einmal objektiv: Wie kann ein Mensch tolerant gegenüber Situationen bleiben, die nicht seinen eigenen Werten entsprechen oder ihn herausfordern? Genau, wenn er in seiner Mitte ist und klar erkennt, dass hat nichts mit mir persönlich zu tun.

Doch kannst du in deiner Mitte sein, wenn du täglich über deine Grenzen hinausgehst, immer nur für andere machst und dich selbst zurückstellst? Nein. Niemand kann das.

Stellst du also bei dir fest, dass dein Schimpfen, Meckern oder Schreien sehr destruktiv ist und viel zu oft auftritt, lohnt es sich genauer hinzuschauen, wie es um deinen eigenen Bedürfnishaushalt bestellt ist.

2. Du kannst nicht abschalten Vom Mama Alltag

Vielleicht stehst auch du morgens schon mit den Gedanken an die ewig lange To Do Liste auf und denkst: Wie soll ich das alles nur schaffen? Ununterbrochen denkst du tagsüber an all die Dinge, die du zu leisten oder zu erledigen hast. Selbst bei einer Tasse Tee oder Kaffee schwirren deine Gedanken zur nächsten Aufgabe hin. Abends im Bett dreht sich das Gedankenkarussell stetig weiter und an Einschlafen ist überhaupt nicht zu denken.

Kennst du das? Findest du dich hier wieder? Dann befindet sich dein Gehirn leider in einem Dauerzustand von Stress und ist nicht mehr in der Lage, alleine diesen Zustand zu beenden. Eine Pause von deinem Mama Alltag ist unabdingbar.

3. Du befindest dich im Jammermodus

Im täglichen Geschehen passiert soviel unbewusst. Gewohnheiten haben sich eingeschlichen und über vieles musst du gar nicht nachdenken. Es passiert wie von alleine.

Doch du erkennst an deiner Sprache, ob du eine Mama Pause brauchst und ob du dich in deinen Gewohnheiten nicht ernst nimmst.

Beobachte dich einmal selbst. Vielleicht verwendest du viele Aussagen wie „Immer muss ich“, „nie hilft einer“ oder „wieso schaffe ich das nicht“? All diese Wörter wie muss, immer, nie zeigen dir sehr deutlich, dass etwas nicht rund läuft. Diese Verallgemeinerungen benutzen wir nämlich besonders dann, wenn wir unzufrieden sind und gleichzeitig nicht die Verantwortung für unser Tun übernehmen.

Ein Blick von Außen oder dein Blick aus Beobachterposition wirken da Wunder.

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4. Du wartest, dass der Tag vorbei ist

Als mein Ältester noch kein Jahr alt war, hatte ich oft die Gewohnheit, die Stunden zu zählen, bis das nächste Essen anstand oder mein Mann von der Arbeit kam. Die Zeiten dazwischen versuchte ich mein Kind zu fördern, es entdecken zu lassen und die Zeit mit ihm zu genießen. Doch ganz ehrlich? Ich habe mich oft gelangweilt und mich nach Gesprächen mit Erwachsenen Menschen gesehnt.

Ein kleines Baby kann dir das natürlich nicht geben, ist jedoch in keinster Weise dafür verantwortlich wie du (oder ich) dich fühlst. Eine ähnliche Situation kann auch sein, dass du gefühlt schon 10 verschiedene Spiele gespielt, Rollenspiele ausgeführt und alle Bücher gelesen hast. Doch oh Schreck, es ist bei dem Blick auf die Uhr erst 9 Uhr?

Vielleicht hattest du gehofft, dass der Abend schneller da ist und dein Mann dich unterstützt oder du endlich mal auf dem Sofa sitzen kannst?

Ja, der Tag mit einem kleinen Kind oder mehreren kann herausfordernd, anstrengend und manchmal auch langweilig sein, weil es nicht dem entspricht, wonach wir uns sehnen. Wahrscheinlich sehnst du dich nach einem Raum für dich, indem du entscheiden kannst was du tun und lassen willst. Ist das verwerflich? Nein. Es ist ein Zeichen, dass du einen Ausgleich und eine Mama Pause brauchst.

5. Du findest alles ungerecht

Es ist doch einfach ungerecht. Immer musst du alles alleine machen. Wenn dein Mann doch nur mithelfen würde oder du auch eine Putzfrau hättest, wie deine Nachbarin, dann wäre alles leichter. Vielleicht hast du dich schon einmal gefragt, wieso bei dir alles so anstrengend ist?

Ganz ehrlich, JEDE Mutter hat das schon einmal gedacht. Ganz besonders, wenn wir bestimmte Erwartungen an uns haben, die bereits im Kindesaltern geprägt werden. Dein Rollenbild, deine Vorstellung wie eine Mutter zu sein hat, entscheidet unbewusst darüber, wie du mit Pausen oder auch Herausforderungen im Mama Alltag um gehst.

Wenn du dich in deinem Alltag und stetigem Tun nicht gesehen fühlst oder keine Anerkennung erhältst, ist das unheimlich anstrengend und kräftezehrend. Eine Mama Pause mit Blick auf deine Bedürfnisse und Wünsche ist da sehr wertvoll und wegweisend.

anzeichen für eine mama pause

Erkennst du dich in dem ein oder anderen Punkt wieder? Oder fühlst du vielleicht sogar alle 5? Dann kann ich dir eins sagen: Damit bist du nicht alleine.

Doch was machst du jetzt mit dieser Erkenntnis? Wen kannst du um Unterstützung bitten oder um Hilfe fragen? Wer kann dir eine Pause ermöglichen?

Tolle Tipps von anderen

Wie ist es, wenn du es deinem Partner erzählst, mit deiner Freundin sprichst oder auf Instagram nach Hilfe suchst? Hast du vielleicht das auch schon gehört?

Entspann dich doch einfach mal“

„Steh doch um 4 Uhr auf und meditiere bevor die anderen aufstehen.“

„Nimm dir heute Abend ein heißes Bad und schalte mal ab.“

„Gönn dir doch ein Glas Wein um zu entspannen.“

„Mach eine Stunde Yoga.“

„Du musst es nur wollen“

„Es geht uns allen so, stell dich nicht so an.“

„Sei zufrieden wie es ist. Es könnte auch schlimmer sein.“

Bei solchen Aussagen läuft es mir persönlich kalt den Rücken herunter. Und wirklich geholfen ist damit nun auch wirklich niemandem. Denn niemand weiß, wie dein Mama Alltag wirklich aussieht. Und vielleicht ist dein Kind sofort wach, wenn du aufstehst, egal wieviel Uhr es ist. Und vielleicht ist es nicht möglich, eine Stunde Yoga einfach so jeden Tag in deinen Alltag zu integrieren?

Was denn also dann?

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Welche Auszeitmöglichkeiten hast du?

Du hast anhand der Anzeichen von oben festgestellt: Ich brauche auch als Mama eine Pause! Doch was kannst du tun? Wo sollst du anfangen?

Es gibt dabei zwei wichtige Dinge.

1. Raus aus dem Alltag oder

2. Alltag verändern.

Was meine ich damit genau? Als Arbeitnehmerin hast du in deinem Beruf einen gesetzlich geregelten Jahresurlaub, der dazu gedacht ist, dass du deinen Kopf frei bekommst und von all dem berufsbedingten Stress abschalten kannst. So gesehen, ist Care Arbeit und Haushalt eine Fülle von Berufen auf einmal. Deshalb ist es dabei auch notwendig, von diesem einmal Abschalten zu können.

Wenn wir bei dem Bild einer Arbeitnehmerin bleiben, dann ist es jedoch wichtig, den Alltag auch so anzupassen, dass der Stress tolerierbar bleibt und nicht überhand nimmt. Denn sonst passiert das, was du vielleicht auch kennst: Du wirst krank im Urlaub.

Ähnliches kannst du jetzt auch auf dich in deinem Mama sein übertragen. Es ist hilfreich, Abstand zu gewinnen, z.B. durch die gleich folgenden Beispiele und dir parallel dazu zu überlegen, wie du deinen Mama Alltag vereinfachen und umstrukturieren kannst, um diesen zu genießen.

Doch lass uns zuerst auf konkrete Auszeiten vom Alltag schauen.

welche auszeitmoeglichkeiten hast du 1

Mutter (Kind) Kur

Eine von den Krankenkassen geförderte Auszeit vom Alltag ist eine Mutter Kind Kur oder auch nur eine Mutter Kur. Dabei fährst du meist drei bis vier Wochen in eine spezielle Klinik und erhältst dort gezielt für dich ausgewählten Therapien und Momente der Ruhe. Diese Kur muss vom Arzt verordnet werden, wird dann aber von den meisten Krankenkassen zum Großteil bezahlt.

Wenn dein Kind dabei ist, wird es während deiner Therapiezeiten pädagogisch betreut und ihr könnt den Rest des Tages gemeinsam verbringen. In einer  Mutter Kur bist du wie der Name schon sagt alleine für dich und kannst auf andere Art und Weise eine Mama Pause verbringen.

Frage an dich: Hast du schon einmal über eine Mutter Kind Kur oder Mutter Kur nachgedacht? Mit Julia Otterbein habe ich in einer Podcastfolge im Mama Insel Podcast intensiver über die Möglichkeiten und Anträge einer „Mutter-Kind-Kur“ gesprochen.

Wellness Urlaub

Eine Mutter (Kind) Kur kannst du dir nicht vorstellen, weil es dir so lange vorkommt und du nicht weißt, wie du das alles regeln sollst? 

Dann ist es für dich vielleicht hilfreich eine Pause vom Mama sein einzulegen, indem du dir einen Tag oder ein Wochenende alleine oder mit einer Freundin in z.B. einem Wellness Hotel verbringst.

Dabei ist die Betreuung deiner Kinder gewährleistet und du kannst all deine Verantwortung ablegen und dich selbst einmal verwöhnen lassen. Die Länge deines Aufenthaltes entscheidest dabei du alleine. 

Frage an dich: Wie viel Zeit kannst du dir für dich nehmen, ohne das ein schlechtes Gewissen auftaucht oder der Kontrollzwang dich drückt?

Coaching oder Retreat

Ein Wochenende alleine klingt gut für dich, aber Wellness ist nicht so dein Ding? Vielleicht möchtest du dich austauschen oder persönlich weiterentwickeln? Einen neuen Blickwinkel auf dich und dein Leben gewinnen?

Dann ist ein Coaching oder Retreat vielleicht das richtige für dich. Dabei bist du einen oder mehrere Tage mit Gleichgesinnten zusammen und ihr macht gemeinsam einen Break vom Alltag. Wenn dich Coaching interessiert, bin auch ich für dich gerne da. 

Themen dabei können sein: Entspannung, Kreativität, Bewegung, Persönlichkeitsentwicklung, geführte Gespräche oder Blockadenlösungen. Das Spektrum ist dabei unendlich groß.

Frage dich: Was möchte ich? Was würde mir gut tun?

Dann kann ein Prozess entstehen, der sich auch in deinem Alltag bemerkbar macht.

wie gelingt es dir deine mama pausen in den alltag zu integrieren (1)

Wie gelingt es dir, dass du deine Mama Pausen in den Alltag integrierst?

Wie oben angesprochen, braucht es zu einer Veränderung im Leben immer zwei Aspekte. Eine gezielte Auszeit vom Alltag und eine Veränderung im Alltag. Wie kannst du also deine Bedürfnisse im Alltag erkennen und vor allem auch erfüllen?

Du hast soviel Wissen über die optimale Kinderbegleitung und doch gelingt es dir nicht, dieses immer in deinem Alltag zu integrieren. Genauso ist es auch mit Mama Pausen und Auszeiten. Du weißt, dass du sie machen solltest, dass du sie brauchst und dass sie dir gut tun.

Doch wie sollst du das in dem voll gepackten Tag noch hinzufügen? Einfach nicht mehr schlafen? Natürlich nicht. Es sind die kleinen Veränderungen, die deinen Alltag im Großen verändern und dir wieder Freude und Leichtigkeit schenken.

1. Alltagssituationen anders betrachten

Achtung, jetzt kommt eine erschreckende Zahl: 99,9% deines Tages agierst, handelst und denkst du unbewusst und in immer gleichen Bahnen oder Gewohnheiten. Nur unglaubliche 0,1% (wenn man den Forschern wie z.B. Gerhard Roth von der Universität Bremen oder John Bargh von der Universität Yale glauben möchte, Quelle: Psychologie: WELT ) tust du bewusst.

Das ist auch ziemlich verständlich, denn schließlich strömen so viele Informationen pro Sekunde auf dich ein, dass du überforderst wärest. Doch es ist hilfreich, dir deine Gewohnheiten in Bezug auf bestimmte Situationen einmal genauer zu betrachten.

Frage an dich: Hast du das Gefühl, du hast keine Zeit für dich im Alltag?

Dann beobachte dich einen Tag lang einmal selbst. Wie oft nimmst du dein Smartphone in die Hand und liest WhatsApp Nachrichten, scrollst bei Insta und TikTok durch den Feed oder schaust ob du eine neue Email bekommen hast? Wenn du ehrlich bist und ähnlich tickst wie ich, dann sehr wahrscheinlich ziemlich oft.

Hast du also wirklich keine Zeit oder verbringst du diese Zeit unbewusst mit Dingen, die dich vielleicht nicht stärken? Das bedeutet jetzt nicht, dass du nicht mehr auf den Telefon schauen oder dich mit Social Media beschäftigen darfst. Ich möchte dich nur einladen, deine Gewohnheiten anzuschauen und was sie dir an Kraft schenken.

Genauso ist es, wenn du Zeit mit deinen Kindern verbringst.

Was tust du in dieser Zeit?

Kannst du wahrnehmen, dass dein Kind auch mal alleine in ein Spiel vertieft ist und genießt den Moment der Stille oder bist du gedanklich nur bei deinem nächsten To Do?

Vielleicht magst du deinen Alltag beobachten und bewusster erleben? Das kann schon so viel verändern und neue Kraft schenken.

2. Deine Pausenarten kennen

Allein dein Blickwinkel auf den Alltag kann einiges verändern, wie du gerade gesehen hast. Genauso ist es mit der Definition von Pause!

Was ist alles für dich eine Pause? Was zählst du dazu?

Ist eine Pause für dich:

  • Wenn du alleine bist?
  • Wenn du mindestens eine Stunde Sport machen kannst?
  • Wenn du deinen Kaffee in Ruhe trinken kannst?
  • Wenn du einen Mittagsschlaf machst?
  • Wenn du ein Buch lesen kannst?
  • Wenn du meditierst?
  • Wenn du dich mit einer Freundin triffst?
  • Wenn du ein Spiel mit deinen Kindern spielst?
  • Wenn du malst?

Was hat dich jetzt in diesem Moment angesprochen? Worauf hättest du jetzt so richtig Lust? Nimm das an, und versuche es dir innerhalb der nächsten zwei Tage zu ermöglichen!

Wie du siehst, kann eine Pause so vielfältig sein. Doch was ist sie für dich? In der Folge „Pausenarten“ habe ich dir sechs wichtige Pausenarten aufgezählt, die du in deinem Mama Alltag als Mama Pause brauchst. Wenn du da tiefer einsteigen willst, höre sie dir gern an. Viele Ideen zum direkt ausprobieren findest du auch in der Mama Oase App

Insgesamt gilt bei allen Pausen: Wenn du dir gerade nicht vorstellen kannst, wie du diese in deinen Alltag integrieren sollst, ist es unabdingbar mit deinem Partner oder anderen Menschen, die dich unterstützen zu sprechen.

Auch du darfst und sollst dir Unterstützung holen, denn du bist niemals alleine für die Kinderbetreuung und Haushalt zuständig! Wichtig dafür ist ein Ansprechen der Situation und deiner Wünsche aus der Ich Perspektive. Dann werdet ihr gemeinsam eine Lösung finden.

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3. Neue Medien als Kinderbeschäftigung nutzen

Das hat sie jetzt nicht geschrieben oder? Neue Medien nutzen anstatt sie zu verteufeln? Was – ich soll meine Kinder vor den Fernseher oder das Tablet setzen und eine Mama Pause nehmen? Bitte?

Ja, du hast richtig gelesen. Nach diesem ersten Schock kann ich dir sagen, es gab in der Menschheit bisher immer Neuerungen, auf die Eltern allergisch reagiert haben. Natürlich gibt es zu diesem Thema auch unheimliche viele Meinungen und Gedanken wie es Kinder gibt, aber wieso solltest du nicht mal die positiven Seiten betrachten?

In der heutigen Zeit gibt es so wunderbare, speziell für Kinder erstellte Apps oder Sendungen, bei denen sie auch noch etwas lernen können. Und wieso nicht die naturgegebene Neugier deines Kindes nutzen und z.B. auf speziellen Plattformen wie z.B. dem Abenteuer Markt dein Kind selber was entdecken lassen?(Elke von Abenteuer Markt war auch schon zu Gast im Mama Insel Podcast – hör gerne rein)  Oder eine Sendung mit der Maus schauen lassen?

Ganz ehrlich: Deine Kinder haben viel mehr davon, wenn du dir Zeit für dich nimmst , eine Mama Pause machst und im Anschluss wieder für anderen Schabernack zu haben bist, als dass du total erschöpft oder unmotiviert neben ihnen sitzt!

Natürlich weiß ich, was du jetzt noch für einen Gedanken hast: „Aber was ist denn, wenn ich die Zeit begrenze und mein Kind dann tobt und wütet? Dann lasse ich es lieber ganz.“

Ja, das ist anstrengend und zehrt natürlich auch an deinen Kräften. Wie wäre es, wenn du abwägst, was du händeln kannst? Hilft es dir in der aktuellen Situation mehr, wenn dein Kind anderweitig beschäftigt ist und du Zeit für dich hast oder ist es leichter für dich mit deinem Kind Zeit zu verbringen und den Wutausbruch zu vermeiden? Du hast jederzeit die Wahl und kannst dich an jedem Tag neu entscheiden.

4. Das schlechte Gewissen in Schranken weisen

Jede Mama kennt es: Das schlechte Gewissen. Egal, ob du dein Kind angeschrien hast, obwohl du es nicht wollest oder weil du Zeit ohne dein Kind verbringst oder weil du nicht so gerne mit deinem Kind spielst. Dein schlechtes Gewissen meldet sich sehr wahrscheinlich regelmäßig und laut. 

Ein schlechtes Gewissen zeichnet sich durch eine Mischung aus Schuld und Scham aus. Du hast dabei nicht nur das Gefühl, etwas Schlechtes getan zu haben, sondern du machst dir Vorwürfe in einer Situation nicht die Handlungsalternative gewählt zu haben.

„Fehler“ und „Fehlhandlungen“ entstehen vor allem dann, wenn du zusätzlich noch überfordert, übermüdet und erschöpft bist. Wie sollst du dann optimal handeln oder immer auf Augenhöhe agieren?

Wenn dein schlechtes Gewissen also dann anklopft, wenn du dir „ausnahmsweise“ eine Mama Pause gönnst und du dich nicht um deine Kinder kümmerst oder den Haushalt erledigst, dann darfst du ihm gerne sagen: Danke, dass du hier bist, aber ich habe mich bewusst dafür entschieden, mich selbst ernst zu nehmen. Denn wenn ich nicht für mich sorge, fällt bald alles zusammen.“

Du wirst merken, je öfter du dir bewusst die Pausen nimmst und dein schlechtes Gewissen erkennst, aber ihm keine zu große Aufmerksamkeit schenkst, wird es sich verändern und immer weniger in solchen Momenten auftauchen.

Wenn du noch tiefer in das Thema schlechtes Gewissen und der Umgang damit, einsteigen willst, kannst du das in diesem Artikel „Schlechtes Gewissen als Mutter“ tun.

Mama Pausen verändern deinen Alltag

5. Dein Mama Pausen Blumenstrauß

Insgesamt geht es also darum, dass du auf dich selbst achtest und deinen bisherigen Alltag beobachtest. Wann zeigen sich dir die kleinen Momente zum Innehalten? Treten sie zu bestimmten Zeiten auf? Kannst du sie wahrnehmen?

Und vor allem, wie kannst du dieses Momente für dich  nutzen? Nein, nicht zum höher, schneller, weiter und „ich mache noch schnell“, sondern zum Innehalten. Überlege dir, wie du dich selbst stärken kannst und was dir hilft, bei dir selbst anzukommen?

Für solche Momente und besonders zum Üben ist eine wunderbare Übung, der Mama Pausen Blumenstrauß. 

Was ist das? Der Mama Pausen Blumenstrauß enthält fünf verschiedene Mini-Pausen, die du dir vorab (am besten jetzt gleich) überlegst. Frage dich dazu folgendes:

  1. Was gibt mir Kraft? 
  2. Was macht mir Freude?
  3. Was erfüllt mich?
  4. Was kann ich auch in 5 Minuten tun?
  5. Brauche ich dafür Materialien? Wenn ja, welche?
  6. Habe ich jeweils eine Idee für Bewegung und Ruhe?

Der Mama Pausen Blumenstrauß ist eine Hilfe für dich, damit du die kleinen Momente, die sich manchmal so spontan im Alltag zeigen, auch für dich wirksam nutzen kannst.

Denn wie so vieles brauchen auch Pausen Übung, damit sie für dich passend und hilfreich sind.

Du hast keine Idee oder weißt nicht, was dir gut tut?

Dann lausche in die Folge zu Mini Pausen rein oder lade dir die Mama Oase App herunter – jetzt kostenfrei in deinem Apple App Store. und Google Play Store. Dort findest du viele Mama Pausen zum direkt mitmachen. Ohne Schnickschnack.

Was gönnst du dir davon heute noch?

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Shownotes:

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